Norovirus-Ausbruch im KIEZ Bollmannsruh beendet

30. Jul 2026

Seit dem 22. Juli keine neuen Erkrankungsfälle – Lebensmittelproben ohne Auffälligkeiten

Das Gesundheitsamt des Landkreises Potsdam-Mittelmark erklärt das Ausbruchsgeschehen im KIEZ Bollmannsruh aus infektionsepidemiologischer Sicht für beendet. Seit dem letzten Erkrankungsfall am 22. Juli 2026 wurden dem Gesundheitsamt keine weiteren Neuinfektionen gemeldet.

Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Ausbruch 123 Erkrankungsfälle erfasst. Der überwiegende Teil betraf Personen, die im KIEZ untergebracht waren. In fünf Fällen wurde eine Infektion mit Noroviren durch Laboruntersuchungen bestätigt.

Nachdem inzwischen die doppelte maximale Inkubationszeit ohne neue Erkrankungsfälle verstrichen ist, bestehen aus Sicht des Gesundheitsamtes keine Hinweise mehr auf ein fortbestehendes Ausbruchsgeschehen oder ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Erkrankungsfälle hatte das Gesundheitsamt umfassende infektionshygienische Maßnahmen angeordnet. Dazu gehörten insbesondere die konsequente Desinfektion von Flächen mit gegen Noroviren wirksamen Mitteln, die verpflichtende Händedesinfektion beim Betreten des Speisesaals sowie weitere Maßnahmen zur Unterbrechung möglicher Infektionswege.

Die Einrichtung setzte die angeordneten Maßnahmen konsequent um. Nach Einschätzung des Gesundheitsamtes haben sie wesentlich dazu beigetragen, die Infektionsketten zu unterbrechen und das Ausbruchsgeschehen einzudämmen.

Parallel untersuchte die Lebensmittelüberwachung Proben der im KIEZ ausgegebenen Speisen. Dabei wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es somit keine Anhaltspunkte für eine lebensmittelbedingte Ursache des Ausbruchs.

Das Gesundheitsamt dankt der Einrichtungsleitung, den Veranstaltern der Feriencamps, dem Rettungsdienst, den beteiligten medizinischen Einrichtungen sowie den zuständigen Behörden und weiteren Institutionen für die konstruktive und engagierte Zusammenarbeit. Das koordinierte Vorgehen aller Beteiligten hat maßgeblich dazu beigetragen, das Ausbruchsgeschehen zügig einzudämmen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen wirksam umzusetzen.