Geförderter Breitbandausbau in Potsdam-Mittelmark
Der geförderte Breitbandausbau stärkt die digitale Infrastruktur im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Projektverlauf, zu den Meilensteinen sowie zum aktuellen Stand des geförderten Ausbaus.
Geförderter Breitbandausbau in Potsdam-Mittelmark
Die flächendeckende Versorgung mit gigabitfähigen Internetanschlüssen ist als wichtiger Standortfaktor notwendig, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Potsdam-Mittelmark zu stärken. Zudem wird schnelles Internet seit der Pandemie deutlich stärker für das Homeoffice genutzt und ist deshalb ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Wohnortes.
Die Bundesregierung fördert deutschlandweit den Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze in den Regionen, in denen ein privatwirtschaftlich gestützter Ausbau bisher noch nicht gelungen ist. Ziel ist es, Anreize für den marktorientierten Aufbau einer zukunftsfähigen Netzstruktur zu setzen. Im Jahr 2016 hat der Kreistag des Landkreises Potsdam-Mittelmark beschlossen, dass die Kreisverwaltung die Koordinierung des Ausbaus in Potsdam-Mittelmark übernimmt.
Projektstart und Förderverfahren
Eine Bestandsaufnahme wurde bis zum Frühjahr 2017 erarbeitet, um die Voraussetzungen für „schnelles Internet“ in Potsdam-Mittelmark zu schaffen und den Förderantrag vorzubereiten.
Nachdem Potsdam-Mittelmark im Juni 2017 die vorläufigen Fördermittelbescheide erhalten hatte, erfolgte die europaweite Ausschreibung. Im September 2018 wurde der Vertrag mit der Deutschen Telekom AG unterschriftsreif ausgehandelt.
Der finale Zuwendungsbescheid ging am 05.06.2019 ein.
Umsetzung des Breitbandausbaus
Der Landkreis kann nun Investitionen von rund 48 Millionen Euro anschieben. Im Zuge der Umsetzung der Maßnahme innerhalb der nächsten 36 Monate erhalten ca. 12.000 Haushalte einen reinen Glasfaseranschluss (FTTH/B). Auch alle Schulen des Landkreises sowie etliche Gewerbegebiete werden davon profitieren.
Am 12.09.2019 kamen in der Heimvolkshochschule am Seddiner See die Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Amtsdirektoren des Landkreises Potsdam-Mittelmark zusammen, um der Vertragsunterzeichnung zwischen dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und der Deutschen Telekom AG beizuwohnen. Der Vertrag mit der Telekom Deutschland GmbH wurde mit dem Ziel geschlossen, den Ausbau innerhalb von 36 Monaten abzuschließen.
Landrat Wolfgang Blasig sprach vom „größten Infrastrukturprojekt des Landkreises“ und betonte die dringende Notwendigkeit, nun endlich in die Umsetzung des mittlerweile drei Jahre dauernden Vorhabens zu kommen. Alexander Vogler, Leiter Technik OST der Deutschen Telekom, sprach von einem der größten Einzelprojekte, auch im bundesdeutschen Vergleich, welches die Telekom in den nächsten Jahren bearbeitet.
Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung in Höhe von 27.010.147 Euro, durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg in Höhe von 18.233.850 Euro und aus Eigenmitteln des Landkreises finanziert.
Projektanpassungen und Verzögerungen
Mit dem Erhalt des Zuwendungsbescheides und dem Abschluss des Vertrages mit der Telekom wurden alle Grundstückseigentümer in den Ausbaugebieten kontaktiert. Dabei stellte man jedoch fest, dass Adressen, die die Förderkriterien erfüllen, nicht gemeldet wurden. Dieser Umstand führte zu der Entscheidung, diese nachträglich aufzunehmen.
Die Folge waren umfangreiche und zeitintensive Nachplanungen, die zur Erhöhung der Gesamtkosten für das Vorhaben und vor allem auch zur Verlängerung des Durchführungszeitraumes führten. Auch das vom Landkreis zur Verfügung gestellte Budget wurde angeglichen. Der Vertrag musste um 12 Monate bis zum 30. September 2023 verlängert werden.
Parallel zum Antragsverfahren wechselten vom Bund beauftragte Partner, was die Bearbeitungszeiten weiter verzögerte. Außerdem war der Auftragnehmer, die Deutsche Telekom GmbH, durch die Auswirkungen der Pandemie unter anderem von Personalausfällen betroffen. Auch die Erreichbarkeit verschiedener Projektpartner war nur eingeschränkt möglich.
Darüber hinaus wirkten sich die Materialbeschaffung sowie der Fachkräftemangel bundesweit zeitlich verzögernd aus. Auch das Einholen von Genehmigungen auf verschiedenen Ebenen stellte sich sehr komplex und langwierig dar. Schlussendlich konnte die Fertigstellung des Projektgebiets „Ost“ bis zum 3. Quartal 2025 erfolgen.
Projektfortschritt im Projektgebiet West
Für das Projektgebiet „West“ musste erneut eine Projektverlängerung beantragt werden.
Insbesondere im Bereich Treuenbrietzen und Ziesar kam es durch die Insolvenz des ausführenden Bauunternehmens zu erneuten Verzögerungen. Es musste ein neues Unternehmen gefunden und vertraglich gebunden werden.
Weiterhin wurde für das Projektgebiet „West“ ein Änderungsantrag gestellt. Es bot sich die einmalige Möglichkeit, Adressen nachträglich in das Förderprogramm aufzunehmen. Da die Orte Schmerwitz und Reppinichen während der gesamten Projektlaufzeit eine besondere Stellung einnehmen, fiel die Entscheidung, diese Orte nachträglich in das Förderprogramm aufzunehmen.
Die Fertigstellung ist bis Ende Januar 2027 geplant.
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