Teltow, Ausstellung *Historische Waschtechnik*

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Die Bewältigung der häuslichen Wäsche hat in den letzten Jahrzehnten eine der größten Veränderungen im Haushalt mit sich gebracht. Mit unserer Ausstellung, die das Thema *Waschen – Rollen – Plätten wie anno dazumal* hat, möchten wir vor Augen führen, wie mühselig die Arbeiten zur Wäschepflege waren. Bei einem  Rundgang können Sie nachvollziehen, wie sich der so genannte *Große Wäsche-Tag* zusammensetzte.

Ohne fließendes Wasser und elektrischen Strom konnten die Arbeiten nur unter größten körperlichen Einsatz erledigt werden. Dazu zählte auch das Heranschaffen von vielen Eimern voll Wasser und dem Brennmaterial für die Befeuerung des Waschkessels. Dann erst konnte angefangen werden: Einweichen der Wäsche, Waschkessel anfeuern, Kochen der Wäsche, die noch heiße Wäsche auf einem Waschbrett sauber rubbeln, mehrmaliges Spülen der Wäsche,  zum Trocknen auf die Wäscheleine hängen, Plätten oder Mangeln der Wäsche  und das Einsortieren in den Wäscheschrank. Es ist leicht nachvollziehbar, dass ein Tag kaum ausreichte, um alles zu bewerkstelligen.

Um 1900 kamen die ersten Fortschritte mit sogenannten *Waschmaschinen*. Es waren Holzbottiche auf Füßen, innen mit einem Drehkreuz zum Bewegen der Wäsche ausgestattet. Später übernahm ein Elektromotor den Antrieb der Bottichmaschine. Eine Wringmaschine verhalf zum leichteren Auswringen. Nach dem Trocknen der Wäsche folgte das Glätten. Die feineren Stücke hat man geplättet. Ohne Stromversorgung war das nicht nur eine schwere,  sondern auch leicht entzündliche Angelegenheit. Da es Plätteisen gab, die mit glühender Holzkohle gefüllt wurden. Andere Plätteisen hatten einen eisernen Bolzen im Inneren, der sich auf dem heißen Küchenherd erwärmte. Größere Wäschestücke glättete man mit Wäschemangeln. Um die Wäsche nicht zu beschädigen, lagen zwischen den Rollen und Walzen Rolltücher. Rolltücher gab es seit der Gründerzeit. Typisch waren die farbigen Randmuster mit verschiedenen Dekoren. Zu sehen sind weiterhin Wäschestücke und viel Zubehör rund um das Wäschewaschen. Etwas neuzeitlichere Gegenstände aus den 1950er und 60er Jahren, wie der Waschbär oder die erste Schwarzenberg haben hier ebenfalls ihren Platz gefunden.

Kontakt

Adresse:
14513 Teltow
Ritterstraße 14 (Innenhof Neues Rathaus)

Telefon: 03328-4781630
E-Mail: heimatverein@teltow.de
Webseite: www.heimatverein.teltow.de

Öffnungszeiten

Mo-Do 10.00 - 14.00 Uhr; Fr 10.00 - 12.00 Uhr

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