Wilhelmshorst, Peter-Huchel-Haus

Titelbild

Peter Huchel, einer der bedeutendsten deutschen Lyriker, wohnte von 1953 bis 1971 mit seiner Familie im Wilhelmshorster Haus Hubertusweg 41. Dort redigierte er "Sinn und Form", die bekannteste Kulturzeitschrift dieser Zeit, die ihm 1962 durch SED-Funktionäre entzogen wurde. Danach lebte Huchel in seinem Haus isoliert und kontrolliert. Gleichwohl wurde das Haus zu einem Treffpunkt von Schriftstellern, die in Opposition zur SED-Herrschaft standen (Günter Kunert, Reiner Kunze, Wolf Biermann, Uwe Grüning, Norbert Randow). Auch Heinrich Böll, Max Frisch und Ingeborg Bachmann zählten zu den Besuchern. Nachdem Peter Huchel 1971 die Ausreise in den Westen gelang, überließ er das Haus einem Freund, dem Lyriker Erich Arendt, der dort bis zu seinem Tode 1984 lebte. Dieses Haus und dazugehörige Grundstück hat Peter Huchels Witwe, Frau Monica Huchel, mit einer Schenkung 1996 dem Verein „Peter-Huchel-Gedenkstätte e. V.“ übergeben. Der Verein hat an diesem Ort eine Peter-Huchel-Gedenkstätte und einen Treffpunkt für Literaten, Wissenschaftler und Kunstinteressierte eingerichtet. Hier werden literarische Werkstätten, Lesungen, Ausstellungen und Kolloquien durchgeführt. Im größten Raum, dem Veranstaltungsraum, hat eine Ausstellung zu Peter Huchel ihren bleibenden Platz gefunden. Sie wurde 1996 in Potsdam und danach in anderen Städten gezeigt. Ausgestaltet wurde auch der ehemalige „Sinn – und –Form“ – Redaktionsraum, wo Huchel mit seiner Frau die Zeitschrift redigierte. Projekte wie das „Ludvik-Kundura-Institut“ zur Verbreitung der tschechischen Literatur in Deutschland und die Redaktion der Literaturzeitschrift „moosbrand“, haben hier ihr Dominzil gefunden. Die Peter-Huchel-Gedenkstätte und wechselnde Ausstellungen sind an den Wochenenden für Besucher offen.

Kontakt

Adresse:
14552 Michendorf
Hubertusweg 41

Telefon: 033205-62963
E-Mail: Peter.Huchel.Haus@gmx.de
Webseite: www.Peter.Huchel-Haus.de

Öffnungszeiten

Sa-So 10.00 - 13.00 Uhr, 14.00 -17.00 Uhr

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