Wiesenburg, Museum im Torhaus und Turm des Schlosses, Touristinformation

Titelbild

In die sanfte Hügellandschaft des Hohen Fläming ragt unvermittelt ein kegeldachgekrönter Turm hervor, der Bergfried von Schloss Wiesenburg.

Das Schloss gehört zu den 4 Fläming-Burgen, welcher bereits im Jahre 1161 als Burgward erstmalig erwähnt wurde. Um 1200 war diese Burganlage die Schutzfeste für die Straße von Brandenburg nach Zerbst. 1356 gelangte Wiesenburg in den Besitz des sächsischen Kurfürsten Rudolf. 100 Jahre später kamen Ort und Vogtei in den Lehnsitz der sächisch-brandenburgischen Familie von Brandt, die sich seit dem 16. Jhd. Brandt von Lindau nannten. Als die alte Burg 1547 einem Brand zum Opfer fiel, entstand an ihrer Stelle eine der größten Schlossanlagen der Mark Brandenburg. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Wiesenburg zerstört, der Wiederaufbau dauerte bis ins 18. Jahrhundert hinein.

Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss von 1863-1882 durch den Leipziger Architekten Dr. Mothes. In dieser Zeit wurde auch der weitläufige Landschaftspark angelegt.

Im Torhaus des Schlosses ist das touristische Informationszentrum und die Heimatstube untergebracht. Über der Tordurchfahrt befindet sich ein kreuzgratgewölbter Raum, die ehemalige Gerichtsstube. In diesen historischen Mauern sind Bilder über frühere Schlossansichten und Innenausstattung zu sehen. Des Weiteren eine im Jahre 1994 gereinigte Ofenplatte mit der Stadtansicht Braunschweigs (Halbrelief). Ein weiterer interessanter Anziehungspunkt ist ein 1993 in der Orangerie entdeckter Malstein, der seinen Ursprung in der Zeit der Herstellung von Sanitärporzellan in Wiesenburg hat. Besonders interessant sind für Besucher die Originalteile der Terrassenaufbauten aus Terrakotta des Berliner Bildhauers Calandrelli (1834-1903) und die Figuren „Knabe mit Delphin“ aus weißem Carraramarmor und natürlich die 1989/90 gesicherten Reste der ersten Ritterfigur des Männekentors von Alexander Collin (1526-1612).

Der Sage nach soll der alte Schlosshauptmann Mende dem Baumeister Alexander Collin in einer regnerischen Nacht den Einlass in die Burg verwehrt haben. Dieser rächte sich, indem er auf dem Torbogen vor der Zugbrücke eine karikierte Skulptur Mendes setzte, die diesen wiederum so in Erregung versetzt haben soll, dass er darüber einen Schlaganfall erlitt.

Im neu entstandenen Dachausbau der Heimatstube geben Ausgrabungsergebnisse aus dem Vorschlossbereich Einblicke in die Geschichte des Ortes. Eine Ausstellung über den in Wiesenburg geborenen Heimatdichter Hermann Boßdorf zeigt Leben und Werk des Dichters.

Kontakt

Adresse:
14827 Wiesenburg/Mark
Schlossstraße 1b

Telefon: 033849-30980
E-Mail: info@tourismusverein-wiesenburgmark.de
Webseite: www.tourismusverein-wiesenburgmark.de

Öffnungszeiten

Mo - So/ Feiertag 11.00 Uhr - 16.00 Uhr

 

 

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