Michendorf, Heimatmuseum in der "Mühle am Wolkenberg"

Titelbild

In der Mühle werden Ergebnisse des Suchens nach geschichtlichen Fundstücken aus Familien, Gewerken, Gewerben, Gebäuden u.a. Quellen in Form von Fotos, Gegenständen und Urkunden gezeigt.

Der Besucher wird zunächst mit historischen Fotos und Sachgegenständen in die Michendorfer Geschichte eingeführt. Der nächste Raum offeriert Schautafeln über alte Bauern- und Handwerkerfamilien. Arbeitsgeräte und Werkzeuge ergänzen die Erläuterungen.

Ein weiterer Raum beherbergt Inventar einer alten Dorfschulklasse mit historischen Schulbänken, einem ebenso echten Lehrerpult und einer Schultafel. Klassenbilder aus alter und neuerer Zeit, verschiedenes Anschauungsmaterial, Lehrbücher, Schiefertafeln und Griffel ergänzen die Dorfschulatmosphäre.

Ein anderer Raum ist Sonderausstellungen vorbehalten. Zeitzeugnisse aus dem gesellschaftlichen Leben der Michendorfer sind in der dritten Etage anzuschauen, so z.B. die imposante Fahne des Turnvereins „Edelweiß“ oder das Banner des Gesangvereins. Fotos, Urkunden und Pokale künden vom erfolgreichen Wirken der 90 Jahre alten FFw und die Obst- und Kleintierzüchter zeigen ihre verschiedenen Siegerpokale. Die Gewerkschaft der Michendorfer Steinarbeiter weihte 1928 „ihr“ Volkshaus ein. Weitere Bilder und Gegenstände geben Auskunft über das Leben des ehemaligen Gesangsvereins. Alte Telefongeräte zeugen von der Arbeit der ehemaligen Michendorfer Post. Eindrucksvoll ist auch der Einblick in das Reich der Michendorfer Hausfrau um die Zeit der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.

Die Sammlung zeigt vom alten Küchenschrank über messingbeschlagene Stühle, einer Wäscherolle mit Rolltüchern bis zur Röstpfanne, mit der man seinen Malzkaffee röstete, ist fast schon alles komplett und man kann nur staunen, mit welchen Arbeitsmitteln früher eine Hausfrau fertig werden musste.

Der Heimatverein konnte 1988 die alte Mühle auf dem Michendorfer Wolkenberg zwischen Langerwischer und Saarmunder Straße als Museum pachten, die heute dem Haus ST. Norbert gehört und folgende Geschichte hat: Nach dem Brand einer alten Bockwindmühle auf dem Wolkenberg kaufte der Müller Heinrich Weber 1889 das Mühlengelände auf dem Berg und baute dort eine neue Holländer Mühle. Auch ein Dampfmaschinenhaus mit einem großen Schornstein kam dazu, um die Mühle auch bei Windstille betreiben zu können. So war der Betrieb der Mühle in jedem Fall abgesichert. Von 1890 bis 1925 arbeitete die Mühle nutzbringend für den Müller und für den ganzen Ort. Sein Sohn und Nachfolger verkaufte 1925 die Mühle und das Grundstück an einen Major Grau, der in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Berg eine Villa hatte. Grau ließ von der Mühle die Flügel abmontieren und das Mühlengebäude zu einem Aussichtsturm umgestalten. Dazu wurde das Mühlwerk entfernt und der Mühlkörper erhielt eine Wendeltreppe mit drei Stockwerken, ließ diese mit kleinen Zimmern ausstatten, die kurzzeitig vermietet wurden. Als Grau sein Vermögen verlor, wurde sein gesamter Besitz auf dem Wolkenberg einschließlich Mühle versteigert. Der Orden der Dominikanerinnen aus Berlin erwarb 1941 den Besitz.

Kontakt

Adresse:
14552 Michendorf
Langerwischer- Straße 27

Telefon: 033205-64828
E-Mail: w.weberdj@t-online.de
Webseite:

Öffnungszeiten

Mai-Oktober jeden 2. Sonntag im Monat 14.00 - 16.00 Uhr

Gruppenführungen nach schriftl. Anmeldung an: Heimatverein e.V. Michendorf 14552 Michendorf

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