Glindow, Heimatmuseum

Titelbild

Die am westlichen Ufer des Glindow-Sees gelegene Gemeinde Glindow, jetzt Ortsteil von Werder (Havel), wurde 1317 erstmals urkundlich erwähnt. Zisterziensermönche aus Lehnin schürften hier schon im 15. Jahrhundert Ton und befassten sich mit der Ziegelbrennerei. Später brachten sie auch den Wein- und Obstbau in die Region. Beides führte zu wirtschaftlichem Aufschwung des Ortes.

Die durch Tonabbau geprägte Hügellandschaft "Glindower Alpen" genannt, ist ein reizvolles Wandergebiet. Gekennzeichnete Wanderwege, zahlreiche Informationstafeln zur Pflanzen- und Tierwelt, sowie Schutz- und Nistkästen entlang der Wege bilden ein interessantes Naturschutzgebiet.Von einem Plateau, mit Belvedere bebaut, hat man eine herrliche Aussicht auf die umliegende Landschaft.

Im Kietz, dem ältesten Teil des Ortes, ist das Heimatmuseum in einem fünfachsigen Büdnerhaus mit Walmdach zu finden. Durch Erbverschreibung wird das Haus 1769 erstmals erwähnt. Die letzte Besitzerin Frau Anneliese Koch vererbte das Haus der Gemeinde Glindow mit dem Wunsch ein Heimatmuseum einzurichten. 1993 wurde das "Kochsche Haus" unter Denkmalschutz gestellt und denkmalgerecht saniert. Die im Urzustand befindliche "Schwarze Küche" ist eine besondere Attraktion des Hauses.

Am 28. September 1997 übergab die Gemeinde das Haus dem Heimatverein zur Einrichtung des Museums. Mit Hilfe vieler Einwohner von Glindow, aber auch der Nachbargemeinden wurden Möbel, Geschirr, Gerätschaften aus Küche und Garten, Fotos, Bilder und Schriften aus vorigen Jahrhunderten zusammengetragen und zu einer Ausstellung gestaltet. Ein ganz besonders wertvoller Fund ist eine Separationskarte der Gemeinde aus dem Jahre 1823. Nach aufwendiger Restaurierung gibt sie Aufschluss über Namen, Grundstücke und Tonabbauberge.

Nach einem Rundgang durch das Museum lohnt es sich den Garten zu besichtigen. Seltene Pflanzen und ein neu angelegter Kräutergarten werden liebevoll von den Vereinsmitgliedern gepflegt. Zu Beginn der Saison (April) öffnet das Museum mit einer Sonderausstellung. Seit Mai 2010 lohnt sich auch ein Ausflug auf den Fuchsberg. Hier am Panoramaweg, an historischer Stelle, wurde ein Nachbau des "Optischen Telegrafen" aufgestellt. Es ist die 5. Station der Preußisch-Königlichen Telegrafenlinie Berlin-Koblenz von 1832 - 1849.

Kontakt

Adresse:
14542 Werder (Havel)
Am Kietz 3

Telefon: 03327-570688
E-Mail: heimatverein@glindow.de
Webseite: www.glindow.net/vereine.html

Öffnungszeiten

April-Oktober Sa, So 11.00 - 17.00 Uhr und nach Vereinbarung

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