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Erlegungsprämie für Schwarzwild

Nach Ausbruch der Afrikanischen Schweinpest (ASP) 2014 in den baltischen Staaten und Polen breitet sich die Tierseuche kontinuierlich weiter nach Westen Richtung Deutschland aus. Zurzeit steht die Seuche kurz vor der deutsch-polnischen Grenze. Es besteht die Gefahr der Verschleppung innerhalb dieser Staaten und über die Staatsgrenzen hinweg. Zum Schutz des Wildes und der Jagd sowie aus Gründen der Wildseuchenbekämpfung, insbesondere zum Schutz von Land- und Forstwirtschaft, ist durch eine Reduzierung der Schwarzwildbestände das Risiko des Eintrags und damit einer Ausbreitung der ASP im Land Brandenburg zu minimieren. Für die deutliche Reduzierung der Schwarzwildbestände erhalten die Jagdausübungsberechtigten (JAB) eine Erlegungsprämie, die als Ausgleich für den entstandenen Mehraufwand gewährt wird. Gleichzeitig soll ein Anreiz, verstärkt Schwarzwild zu bejagen, bei den Jägern geschaffen werden. Grundlage für die Gewährung der Erlegungsprämien sind Verwaltungsvereinbarungen zwischen dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft und den jeweiligen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten über das Verfahren zur Gewährung einer Erlegungsprämie für Schwarzwild im Rahmen eines zeitlich befristeten Vorhabens im Land Brandenburg. (Quelle: Erlass OJB)

Fachdienstseite: untere Jagdbehörde

Hinweise

Bezugsbasis für die Berechnung der Erlegungsprämie ist die Schwarzwildstrecke des Referenzjahres 2015/2016 eines jeden Jagdbezirkes, welche der unteren Jagdbehörde (UJB) in Form der Streckenmeldung vorliegt. Für die im Zeitraum vom 1. April 2018 bis einschließlich 31. März 2021 in Brandenburg erfolgte Erlegung von Schwarzwild kann eine Erlegungsprämie in Höhe von 50 Euro je erlegtem Stück Schwarzwild, welches über dem Referenzwert des Jagdjahres 2015/2016 hinaus zur Strecke gebracht wurde, gewährt werden.

Dabei sind Fall- und Unfallwild sowohl Bestandteil der Referenzstrecke des Jagdjahres 2015/2016 als auch der gemeldeten Jagdstrecke zur Berechnung der Erlegungsprämie. (Quelle: Erlass OJB)

Verlauf

Der vorgeschriebene Antrag auf Auszahlung einer Erlegungsprämie mit den entsprechenden Unterlagen ist durch den Antragsteller bei der UJB bis zum 30. April eines jeden Jahres einzureichen. Die UJB prüft die eingereichten Antragsformulare und Unterlagen und ermittelt pro Jagdbezirk die Anzahl der erlegten Stücke Schwarzwild für das jeweilige Jagdjahr.

Eine Auszahlung der Erlegungsprämie setzt voraus, dass

  1. der Antragsteller in dem Jagdbezirk zur Jagdausübung berechtigt ist, in dem das Schwarzwild erlegt wurde,
  2. für die erlegten Stücke Schwarzwild ein Wildursprungsschein ordnungsgemäß ausgefüllt wurde,
  3. für jedes beantragte Stück Unfall- bzw. Fallwild ein Wildursprungsschein ausgefüllt wurde,
  4. alle erforderlichen Unterlagen ordnungsgemäß, vollständig und fristgerecht eingereicht wurden.

Sind die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt, kann eine Auszahlung der Erlegungsprämie durch die UJB erfolgen.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag (siehe Dokumente)
  • Nachweis Jagdausübungsrecht (Jagdschein mit Eintrag des Jagdbezirkes)
  • Streckenliste 2019/2020
  • Ursprungsschein im Original bzw. rosa Durchschrift

Ansprechpartner

Landkreis Potsdam-Mittelmark
Fachbereich 3 - Landwirtschaft, Veterinärwesen, Gesundheit
und Schülerbeförderung
Untere Jagdbehörde
Postfach 1138
14801 Bad Belzig
FB3@remove-this.potsdam-mittelmark.de

Besucheranschrift (Nicht für Post verwenden!):
Potsdamer Straße 18 / Haus 1
Zimmer 217 und 218
14776 Brandenburg an der Havel

Telefon:
Herr Strauß: 03381 533-324
Herr Dietz:   03381 533-124

Telefax: 03381 533-269

Öffnungszeiten

Dienstag
09:00 bis 12:00 und 13:00 bis 18:00 Uhr

Mittwoch
geschlossen

Montag, Donnerstag und Freitag
nur nach vorheriger Vereinbarung

Rechtliche Grundlagen

  • Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft  und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark
  • Erlass vom 18.01.2019 der Obersten Jagdbehörde

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