Bürgerservice

Ihre Kreisverwaltung online - finden Sie Antworten auf Ihre Fragen und Auskünfte zu über 200 Dienstleistungen der Verwaltung.

Fahrerlaubnis - Berufskraftfahrerqualifikation

Mit der Umsetzung der Richtlinie EG 59/2003 wurden europaweit neue Regelungen zur Berufskraftfahrerqualifikation geschaffen.Danach müssen Fahrerinnen und Fahrer, die Werk-, Güterkraft- oder Personenverkehr auf öffentlichen Straßen zu gewerblichen Zwecken durchführen, eine Grundqualifikation und später in einem periodischen Turnus von 5 Jahren eine Weiterbildung nachweisen. Betroffen sind Fahrerinnen und Fahrer, die mit Kraftfahrzeugen Fahrten im Güterkraft- oder Personenverkehr auf öffentlichen Straßen durchführen, für die eine Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE erforderlich ist.

Zur Grundqualifikation verpflichtet sind grundsätzlich alle selbständigen und angestellten Fahrerinnen und Fahrer, die

  • deutsche Staatsangehörige sind
  • Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind

oder

  • Staatsangehörige eines Drittstaates sind und in einem Unternehmen mit Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum beschäftigt oder eingesetzt werden und Fahrten zu gewerblichen Zwecken (dies umfasst auch Werkverkehr und Transporthilfstätigkeiten) auf öffentlichen Straßen durchführen und folgende Kraftfahrzeuge nutzen:
  • Fahrzeuge mit über 3,5 Tonnen zGG im Güterkraft- und Werkverkehr (Fahrerlaubnis der Klassen C1, C1E, C, CE) oder
  • Fahrzeuge mit mehr als 8 Fahrgastplätzen im Personenverkehr (Fahrerlaubnis der Klassen D1, D1E, D, DE)

Ausnahme Grundqualifikation

Keine Pflicht zur Grundqualifikation besteht für Fahrerinnen und Fahrer,

  • die im Güterkraft- bzw. Werkverkehr eingesetzt werden und den Führerschein der Klassen C1, C1E, C, CE vor dem 10. September 2009 erworben haben
  • die im Personenverkehr eingesetzt werden und den Führerschein der Klassen D1, D1E, D, DE vor dem 10. September 2008 erworben haben.

Dieser Personenkreis gilt per Gesetz als grundqualifiziert, ist jedoch zur Weiterbildung (siehe: erste Weiterbildung) verpflichtet.

Erwerb der Grundqualifikation

Der Nachweis der Grundqualifikation kann auf zwei Wegen oder durch eine beschleunigte Grundqualifikation erbracht werden:

entweder durch

  • erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung in den Ausbildungsberufen „Berufskraftfahrer/Berufskraftfahrerin“ oder „Fachkraft im Fahrbetrieb“ oder einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf, in dem vergleichbare Fertigkeiten und Kenntnisse zur Durchführung von Fahrten mit Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Straßen vermittelt werden

oder durch

  • erfolgreiche Ablegung einer theoretischen und praktischen Prüfung über insgesamt 7 ½ Stunden bei der (für den Wohnsitz des Bewerbers zuständigen) Industrie- und Handelskammer -IHK. Für die Ablegung der Prüfung ist die Teilnahme an einem Vorbereitungsunterricht nicht vorgeschrieben. Für die Prüfungszulassung ist der Besitz der entsprechenden Fahrerlaubnisklasse erforderlich.

 

Beschleunigte Grundqualifikation

Die beschleunigte Grundqualifikation wird erworben durch Teilnahme an einem Lehrgang von insgesamt 140 Stunden (zu je 60 Minuten) bei einer anerkannten Ausbildungsstätte* sowie die erfolgreiche Ablegung einer theoretischen Prüfung über insgesamt 90 Minuten bei der (für den Wohnsitz des Bewerbers zuständigen) IHK. Eine Fahrerlaubnis für Bus oder LKW muss für die beschleunigte Grundqualifikation noch nicht vorliegen.

Erste Weiterbildung

Fahrer und Fahrerinnen, die eine Grundqualifikation bzw. beschleunigte Grundqualifikation erworben haben, sind grundsätzlich 5 Jahre nach dem Erwerb der Qualifikation zur Vorlage ihrer ersten Weiterbildung verpflichtet.

Die Weiterbildung erfolgt in Lehrgängen mit 35 Unterrichtsstunden zu je 60 Minuten. Diese Pflichtstunden können auf einzelne "Blöcke" aufgeteilt werden. Allerdings muss ein "Einzelblock" mindestens 7 Stunden umfassen. Die Teilnahme an einzelnen "Weiterbildungsblöcken" kann durch Teilbescheinigungen nachgewiesen werden. Für die Weiterbildung ist ausschließlich die Teilnahme am Lehrgang verpflichtend. Eine Abschlussprüfung ist nicht vorgesehen.

Ausbildungsstätten

Anerkannte Ausbildungsstätten für die beschleunigte Grundqualifikation und die Weiterbildung sind:

  • Fahrschulen mit einer Fahrschulerlaubnis der Klassen CE und/oder DE
  • Fahrschulen und Fahrlehrerausbildungsstätten nach § 30 Abs. 3 Fahrlehrergesetz
  • Ausbildungsbetriebe, die eine Berufsausbildung in den Ausbildungsberufen “Berufskraftfahrer/in“ oder “Fachkraft im Fahrbetrieb“ durchführen
  • Bildungseinrichtungen, die eine Umschulung zum „Berufskraftfahrer/in“ oder zur „Fachkraft im Fahrbetrieb“ auf der Grundlage einer nach § 58 oder § 59 des Berufsbildungsgesetzes, jeweils in Verbindung mit § 60 des Berufsbildungsgesetzes, erlassenen Regelung durchführen
  • Sonstige Ausbildungsstätten, die im Besitz einer staatlichen Anerkennung gem. § 7 Abs. 2 des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes sind

Weitere Informationen erhalten Sie auf unten angegebenen Internetseiten.

Nachweis der Qualifikation

Die Grundqualifikation bzw. beschleunigte Grundqualifikation und die Weiterbildung werden durch den Eintrag der Schlüsselnummer “95“ (einschließlich Geltungsdauer) im Führerschein nachgewiesen. Dies erfolgt auf Antrag bei der jeweils zuständigen Fahrerlaubnisbehörde. Dazu muss ein neuer EU-Kartenführerschein hergestellt werden.

Hinweise

Verfahren

Nach abgeschlossener Prüfung der Antragsunterlagen wird der Führerschein bei der Bundesdruckerei bestellt und kann Ihnen direkt zugesandt werden. Eine Abholung in der Fahrerlaubnisbehörde durch Sie oder einen Beauftragten mit Vollmacht ist ebenfalls möglich.

Verlauf

Die Fahrerlaubnisbehörde erreichen Sie über den Haupteingang. Im 1. OG befindet sich der Warte- und Abfertigungsbereich. Am Markenspender ziehen Sie bitte eine Nummer und warten bis zu ihrem Aufruf.

Erforderliche Unterlagen

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung
  • Originalführerschein
  • aktuelles Lichtbild gem. Passverordnung (biometrisch, 3,5x4,5 cm)
  • Nachweis der Grundqualifikation/Weiterbildung für Berufskraftfahrer

Dokumente

Vollmacht Abholung Kartenfuehrerschein
(PDF, 0.01 MB)

Gebühren

Grundgebühr:   28,60 €

Zusatzgebühren: 

    • ggf.  7,70 €  für die Eintragung der Schlüsselzahl "95" in den FS
    • ggf. 42,60 €  bei gleichzeitiger Verlängerung der Fahrerlaubnisklassen
    • ggf.   4,85 €  für Direktversand der Bundesdruckerei

Ansprechpartner

Landkreis Potsdam-Mittelmark
Fachdienst Fahrerlaubnisbehörde
Postfach 1138
14801 Bad Belzig
E-Mail fb2@potsdam-mittelmark.de 

 

Besucheradresse
Am Gutshof 1-7
14542 Werder (Havel)
Telefon 03327 / 739 - 0
Telefax: 03327/739-229

Öffnungszeiten

Neue Öffnungszeiten ab dem 1. Januar 2020

Die Ausgabe der Wartemarken endet 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten.

Montag

7:30 bis 15 Uhr

Dienstag

7:30 bis 16 Uhr

Mittwoch

geschlossen

Donnerstag

9 bis 18 Uhr

Freitag

geschlossen

Rechtliche Grundlagen

Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung (BKrFQV)

 

 

So finden Sie uns


Übersicht Dienstleistungen
Übersicht Dienstleistungen A-Z
Zum Seitenanfang