Schulwegsicherheits-Report 2011

Das hohe Gefahrenpotential von Schulwegen zu minimieren, ist Ziel des Schulwegsicherheitsreportes.

Aufgabe: Die Gewährleistung sicherer Schulwege dient dem Schutz des Lebens und der Gesundheit von Kindern und jungen Erwachsenen. Die Erfahrung zeigt: Angesichts dieser Verantwortung kann sich eine moderne Schulwegsicherung nicht mehr als isoliertes Einzelthema eines Verwaltungsbereiches verstehen, wie es oft in Deutschland immer noch der Fall ist. Moderne Schulwegsicherung stellt sich heute vielmehr als interdisziplinäre und ressortübergreifende Aufgabe dar, die eine koordinierte Vernetzung und Zusammenarbeit der Verwaltungen von Land, Landkreis, Kommunen und natürlich den Schulleitern, Schülern und deren Eltern vor Ort erfordert. Die vorliegende Aktualisierung des Schulwegsicherheits-Konzepts für den Landkreis Potsdam-Mittelmark versteht sich als ein Beitrag, auf Basis der neuesten nationalen und internationalen Forschung sowie den umfangreichen praktischen Erfahrungen vor Ort, eine bisher in Deutschland einzigartige, innovative und fundierte Grundlage zu schaffen. Damit soll Handlungsbedarf exakt beschrieben, bewährte und neue wirksame Lösungswege vorgestellt und Vorschläge entwickelt werden, wie die interkommunale Kooperation für die Zukunft fortentwickelt werden kann – im Interesse der Kinder und jungen Erwachsenen in unserem Landkreis. Ziel: Die Schulwegsicherungskonzeption 1998 wurde vom Schulverwaltungs- und Kulturamt des Landkreises im engen Zusammenwirken mit Schulen, Schulträgern und Kommunen im Zeitraum von Januar 1997 bis zum Januar 1998 erstellt. Der Auftrag zur Aktualisierung des Schulwegsicherheits-Konzepts ging 2010 an den Fachbereich Sicherheit, Ordnung und Verkehr. Er stand im engen Zusammenhang mit Vorschlägen zu Geschwindigkeitsbeschränkungen vor Schulen auf 30 km/h. Im Rahmen der Prüfung durch die Verwaltung stellte sich heraus, dass die Rechtslage an vielen Stellen solche Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht zulässt. Hinzu kamen in diesem Zusammenhang auch einzelne Anregungen von Bürgern, die verkehrliche Situation im Schulumfeld auch baulich grundlegend umzugestalten (Straßenverlegung, Umfahrung etc.). Nicht zuletzt wurde von verschiedenen Seiten die Rolle der Verkehrserziehung betont. Doch wie für ordnungspolitische Maßnahmen rechtliche Grenzen bestehen, so unterliegen bauliche Maßnahmen im Dienste der Schulwegsicherheit nicht zuletzt den Beschränkungen der kommunalen Finanzhaushalte. Da ist es eine oft beobachtete und lang praktizierte Tatsache, dass die Verkehrserziehung die Gesamtheit an strukturellen Defiziten und Schwierigkeiten der Schulwegsicherung oft lindern, aber nicht grundsätzlich abstellen kann. Daher stand für die vorliegende Aktualisierung der Schulwegsicherungskonzeption durch den Fachbereich Sicherheit, Ordnung und Verkehr die Frage im Vordergrund: Wie ist die derzeitige Situation zu analysieren und welche machbaren Alternativen bieten neueste nationale und internationale Erkenntnisse und Erfahrungen für die Schulwegsicherheit in Potsdam-Mittelmark? Dabei sollte vor allem auch die Sicht von Vertretern der Schulen vor Ort und – soweit möglich – der Gemeinden mit einbezogen werden.

schulwegsicherheitsreport2011
(PDF, 14.53 MB)
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