Angebote und Projekte

© Kzenon - Fotolia.com

Leistungen zur Eingliederung in Arbeit

Vorrangiges Ziel unserer Tätigkeit ist die Integration erwerbsfähiger Leistungsberechtigter in Arbeit oder Ausbildung.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, durch individuell an der Bewerberin oder dem Bewerber ausgerichtete Förderleistungen die Integration in Arbeit oder Ausbildung zu unterstützen. Die Entscheidung, ob und welche Förderungen in Frage kommen, trifft die Ansprechpartnerin beziehungsweise der Ansprechpartner im Fallmanagement oder in der Arbeitsvermittlung.

Das zur Verfügung stehende Leistungsspektrum ist in den §§ 16 bis 16f SGB II verankert.

Hier finden Sie Erläuterungen zu den verschiedenen Förderinstrumenten nach SGB II oder SGB III.

Daneben gibt es im Jobcenter MAIA eine Reihe von besonderen Angeboten für bestimmte Personenkreise:

Chancen für Langzeitarbeitslose

© Picture-Factory - Fotolia.com

Als Teil eines Gesamtkonzeptes zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit hat der Bundestag mit dem Teilhabechancengesetz zwei neue Fördermöglichkeiten im SGB II geschaffen, die Langzeitarbeitslosen neue Chancen auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt bieten. Das Gesetz ist zum 01.01.2019 in Kraft getreten.

Mit den beiden neuen Förderungen unterstützt die Bundesregierung Arbeitgeber durch Lohnkostenzuschüsse, wenn sie Personen der jeweiligen Zielgruppe einstellen.

Die beiden neuen Förderungen betreffen dabei zwei unterschiedliche Zielgruppen. Von der neuen Förderung "Teilhabe am Arbeitsmarkt" können Menschen profitieren, die

  1. über 25 Jahre alt sind,
  2. für mindestens sechs Jahre in den letzten sieben Jahren Arbeitslosengeld II bezogen haben und
  3. in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig beschäftigt waren.

Die Zielgruppe des anderen Instruments "Eingliederung von Langzeitarbeitslosen" umfasst Personen, die seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind.

Unternehmen, die Personen einstellen, die zu der jeweiligen Zielgruppe gehören, können mit einem Zuschuss für das Gehalt des neuen Mitarbeiters/der neuen Mitarbeiterin gefördert werden.

Nähere Informationen zu den neuen Förderinstrumenten und den Ansprechpartnern im Jobcenter MAIA finden Sie auf unseren Infoblättern:

>>> Auf der Internetseite des Bundesarbeitsministeriums finden Sie weitere Infos zum Teilhabechancengesetz.

Saisonarbeit in der Landwirtschaft

© Uwe Rieder - Fotolia.com

Sie erhalten mit Projektaufnahme die Möglichkeit, in der gesamten Saison möglichst nahtlos im Verkauf, im Transport oder direkt auf dem Feld tätig zu sein. Die Erntesaison beginnt im April mit der Spargelernte, es folgen Beerenobst, Tomaten, Kürbisse und Äpfel. Die Saisonarbeit sichert Ihnen bis in den November ein selbst erarbeitetes Einkommen sowie soziale Kontakte und gesellschaftliche Akzeptanz.

Ihre persönliche Ansprechpartnerin/Ihr persönlicher Ansprechpartner berät Sie gerne dazu.

Integrationsbegleitung (IBEG)

Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften im Landkreis Potsdam-Mittelmark werden im Jobcenter MAIA bereits seit 2012 durch das Projekt "Integrationsbegleitung" besonders unterstützt. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Langzeitarbeitslosigkeit zu verringern und die Beschäftigungsfähigkeit sowie die soziale Situation der Teilnehmenden zu verbessern, insbesondere auch die Situation von in Familienbedarfsgemeinschaften lebenden Kindern.

Unsere Erfahrungen zeigen: Je intensiver und individueller die Beratung und Betreuung erfolgt, umso höher sind die Chancen auf Integration. Den Integrationsbegleiterinnen steht im Rahmen des Projektes ausreichend Zeit zur Verfügung, um die Teilnehmenden individuell und flexibel auf dem Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen. Neben der direkten Integration ist auch die Weiterbildung der Teilnehmenden ein ausdrückliches Ziel, denn Bildung erhöht die Chancen am Arbeitsmarkt deutlich.
Die Unterstützung umfasst seit Beginn des Projektes die Vermittlung von Praktika und Arbeitgeberkontakten, Hilfe bei Bewerbungsbemühungen und der Anerkennung von Berufsabschlüssen bis hin zur Begleitung bei Vorstellungsgesprächen. Die Teilnehmenden können verschiedene Unterstützungsmodule nutzen, die zum einen die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der sozialen Situation zum Inhalt haben und zum anderen das Zusammenleben in den Familien stärken sollen. Im Rahmen des Projektes gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Familienzentren im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Die einzelnen Projektphasen

In der ersten Projektphase von 2012 bis 2015 wurden im Jobcenter insgesamt 456 Langzeitarbeitslose intensiv von vier Integrationsbegleiter*innen betreut. Von diesen Teilnehmenden konnten 45 % einen Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt finden.
Diese sehr guten Ergebnisse sollten in der zweiten Projektphase von 2015 bis 2018 fortgeführt werden. In diesem Projektzeitraum wurden 99 Teilnehmende durch zwei Integrationsbegleiterinnen am Standort Bad Belzig betreut. Mit großem Erfolg konnten 34 Teilnehmende einen Arbeitsplatz am ersten Arbeitsmarkt finden.
Das Potsdam-Mittelmärkische Konzept hat sich bei der Umsetzung des Projektes in den ersten beiden Projektphasen bewährt, sodass das Jobcenter MAIA Fördermittel für eine dritte Projektphase für ein ähnliches Konzept in der Region Werder/Havel bewilligt bekommen hat. Von 2018 bis Januar 2021 haben zwei Integrationsbegleiterinnen 100 Teilnehmende betreut. Diese Projektphase wurde erneut sehr erfolgreich abgeschlossen, es wurden 57Teilnehemende in Arbeit und Bildung integriert.

Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte

Die Fortsetzung des Projektes seit Februar 2021 bis Juli 2022 ermöglicht eine Begleitung von 60 Teilnehmenden mit einer intensiven und individuellen Unterstützung, um ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verbessern.
Die Betreuung erfolgt durch die zwei Integrationsbegleiterinnen am MAIA-Standort in Werder/Havel.

In der aktuellen Phase verfolgt das Projekt zwei Schwerpunkte. Zum einen die Integration in den ersten Arbeitsmarkt und zum anderen die Stärkung von Familienbedarfsgemeinschaften.
Hierzu werden die vorhandenen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen genutzt. Zudem stehen auch Unterstützungsmodule zur Verfügung, die u.a. zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit führen können und auch die Stärkung des Zusammenlebens in den Familien zum Inhalt haben.


Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

Fallmanagement

© weseetheworld - Fotolia.com


Individuelle Unterstützung in besonders schwierigen Lebenslagen

Unsere besonders ausgebildeten Fallmanagerinnen und Fallmanager sind in der Lage, Ihnen auch in ausweglosen Situationen Hilfen anzubieten oder neue Wege aufzuzeigen und Ihnen Mut für einen Neustart zu geben. Voraussetzung sind Vertrauen und Sozialdatenschutz, die in unserer Fallmanagementberatung einen besonders hohen Stellenwert haben.

Selbständige und Existenzgründer

© highwaystarz - Fotolia.com


Wenn Sie eine neue Existenz gründen wollen oder im Rahmen Ihrer bisherigen Selbständigkeit hilfebedürftig werden, stehen Ihnen an allen vier Standorten persönliche Ansprechpartner zur Verfügung, die Sie zu besonderen Fördermöglichkeiten kompetent beraten. Die Unterstützung durch individuelles Coaching beispielsweise zur Betriebsführung ist ebenso möglich wie eine finanzielle Unterstützung mit Einstiegsgeld.

© fotomek - Fotolia.com
Zum Seitenanfang