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Afrikanische Schweinepest- Weitere Fälle im Land Brandenburg

Bache mit Frischlingen

Was tun bei totem Wildschweinfund?
Sollten Sie in Wald und Flur ein totes Wildschwein finden, dann wird Ihnen dieses Merkblatt mit Hinweisen weiterhelfen. Bitte beachten Sie, dass Sie den Fund melden müssen!

Das Verbraucherschutzministerium und das Landwirtschaftsministerium des Landes Brandenburg haben gemeinsam ein Info-Telefon zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) eingerichtet.
Unter der Rufnummer 0331 866-5666 beantworten Beschäftigte aus beiden Ministerien von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr Fragen rund um das Thema Afrikanische Schweinepest.

Afrikanische Schweinepest: gemeinsam gegen die Seuche

Die Leiterin des Krisenstabs zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer hat sich heute zu einem Austausch über den Fortschritt und die Herausforderungen bei den Bekämpfungsmaßnahmen gegen die ASP getroffen. Bei dem Besuch unter anderem an der Wildschweinbarriere entlang der Deutsch-Polnischen Grenze nahmen der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Uwe Feiler sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Interessensverbänden und Politik teil.

Anna Heyer-Stuffer: „Ich danke allen Beteiligten für den offenen Austausch. Mir ist klar, dass die Sorgen vor Ort groß sind. Umso mehr freue ich mich über das Gespräch mit Bund, Land und Landkreisen. Es ist wichtig, dass wir weiter im Dialog bleiben. Die Grenzländer, insbesondere Brandenburg, tragen die Hauptlast bei der Eindämmung der ASP in Deutschland und dem Ziel, die weitere Ausbreitung der Seuche nach Westen zu verhindern. Ich bin froh, dass die Bekämpfungsmaßnah-men fortschreiten. Die Errichtung eines festen Zaunes entlang der brandenbur-gisch-polnischen Grenze ist fast abgeschlossen. Gegenwärtig diskutieren wir mit dem Bund die Errichtung einer Sicherheitszone auf deutschem Boden als Alternative zu einer gemeinsamen Weißen Zone mit Polen. Wir haben zudem derzeit ein stabiles Seuchengeschehen. Alle neuen Ausbrüche der vergangenen Wochen fanden innerhalb der Kerngebiete statt. Das gemeinsame Ziel bleibt, die Infektionsketten durch die getroffenen Maßnahmen zu unterbrechen“.


Insgesamt 846 ASP-Fälle

Das Nationale Referenzlabor für Afrikanische Schweinepest – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat bei weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt

Fundort                                  Anzahl bestätigte ASP-Fälle bei

                                               Wildschweinen
                                               Stand 08. April 2021

Landkreis Spree-Neiße                      68
Landkreis Oder-Spree                      510
Landkreis Märkisch-Oderland          232
Landkreis Dahme-Spreewald             27
Frankfurt/Oder                                      9
________________________________________________
Land Brandenburg gesamt              846

Der erste ASP-Ausbruch beim Schwarzwild ist im Land Brandenburg am 10. September 2020 amtlich festgestellt worden.  

Die Afrikanische Schweinepest ist eine ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine), die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände (Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge) und Futter in andere Gebiete durch den Menschen übertragen werden. Für den Menschen und andere Tierarten ist die ASP nicht ansteckend oder gefährlich.
Mehr Informationen: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/
verbraucherschutz/veterinaerwesen/tierseuchen/afrikanische-schweinepest/
 
Henning-von-Tresckow-Straße 2-13
14467 Potsdam
Pressesprecher: Gabriel Hesse
Telefon: +49 331 866-5040
Mobil: +49 170 45 38 688
Internet: https://msgiv.brandenburg.de
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Mail: presse@remove-this.msgiv.brandenburg.de
Zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen Afrikanische Schweinepest angeordnet
Verbraucherschutzministerium ordnet Maßnahmen außerhalb bestehender ASP-Restriktionszonen an:
Verstärkte Bejagung zur Reduzierung des Schwarzwildbestandes und verstärkte Fallwildsuche
Brandenburg verstärkt seine Maßnahmen zur Abwehr der Afrikanischen Schweinepest (ASP).
Afrikanische Schweinepest: Besondere Vorsicht an Wildschutzzäunen
Die von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffenen Gebiete entlang der Oder und Neiße sowie in den östlichen Landkreisen Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald sind von Schutzzäunen durchzogen. An den Zäunen kann es, immer wieder zu Begegnungen zwischen Mensch und Tier kommen. So kam es bereits zu Zwischenfällen im Straßenverkehr sowie mit Erholungssuchenden.
Die Zäune sollen eine weitere Zuwanderung von Wildschweinen aus dem Osten und eine Ausdehnung der Schweinepest nach Westen verhindern. "Die Schutzzäune sind so konstruiert, dass sie Wildschweine weitestgehend aufhalten. Anderes Wild wie Rehe und Hirsche können die in der Regel 1,20 Meter hohen Zäune überspringen, kleine Tiere wie Marder und Kriechtiere können hindurchschlüpfen", so die Leiterin des ASP-Krisenstabs, Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer.
Da die Zäune den Wildwechsel behindern, kann es leider zu Zwischenfällen und Begegnungen insbesondere auch auf den Deichen kommen, wenn Wildschweine aufgehalten werden oder andere Tiere nicht sofort den Zaun überspringen. "Wir bitten deshalb Verkehrsteilnehmende und Erholungssuchende, besonders vorsichtig zu sein und ausreichend Abstand zu halten, wenn Wildtiere am Zaun entlanglaufen", sagt Agrarstaatssekretärin Silvia Bender.
Es sollte nicht laut gerufen, gestikuliert oder gehupt und aufgeblendet werden, da die Wildtiere sonst in Panik versuchen, den Zaun zu überwinden oder zu durchbrechen. Radfahrende und Spaziergänger sollten sich langsam zurückziehen oder notfalls den Zaun übersteigen, um sich nicht in Gefahr zu bringen. Wildtiere reagieren mit blinder Flucht und achten dabei nicht auf Menschen. Hunde sind unbedingt an der Leine zu führen. "Sollte es doch zu Zwischenfällen kommen und Wildtiere verletzt werden, rufen Sie bitte die Polizei, die die zuständigen Jäger verständigt", so Bender.
Schäden am Zaun bitte den Behörden melden
Weil die ASP-Schutzzäune eine Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest verhindern und Schwarzwild in den infizierten Zonen halten sollen, ist ihre Funktionstüchtigkeit außerordentlich wichtig. Leider kommt es regelmäßig zu Zerstörungen oder Diebstählen. Beschädigungen oder Löcher im Zaun sollten umgehend bei den zuständigen Landkreisen gemeldet werden, damit die Zäune rasch wieder geschlossen werden.
Die Afrikanische Schweinepest ist eine ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine), die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände (Kleidung, Schuhe, Fahrzeuge) und Futter in andere Gebiete durch den Menschen übertragen werden. Für den Menschen und andere Tierarten ist die ASP nicht ansteckend oder gefährlich. 

 

 

Weitere Bilder

Schutzzaun
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