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Großübung für Feuerwehr und Rettungskräfte im Landkreis

Rettungskräfte während der Übung im Einsatz

Am 28 September 2019 tönte bei etlichen Feuerwehrleuten und Rettungskräften in Potsdam-Mittelmark um 8:54 Uhr der Pieper. Auf dem Truppenübungsplatz Brück/Lehnin war ein PKW mit einem Bus kollidiert in dessen Folge der PKW an einen Baum krachte und der Bus umkippte. So das Bild, welches sich den eintreffenden Rettungskräften bot. Zum Glück keine schreckliche Realität, sondern nur eine Übung. Für die zwei Insassen des PKW kam jede Hilfe zu spät, trotzdem mussten diese erst einmal aus dem PKW befreit werden, um letztendlich den Tod feststellen zu können.
Anders die Businsassen. Diese hatten sehr schwere bis leichte Verletzungen, Prellungen, Quetschungen, Knochenbrüche, Schockzustände bis hin zu Fremdmaterialien, die durch den Aufprall in die Körper gelangten.
Hilferufe, Schreie und dann auch noch 2 alkoholisierte Personen, die den Rettungskräften ständig in die Quere kamen, genauso wie simulierte unvernünftige Personen, die unablässig vom Unfall Fotos machten.
Alles eine sehr realistisches Szenario und schwierig dazu, da der erste Kontakt zu den Verletzten im Bus nur durch die Dachluken erfolgen konnte.
Rettungssanitäter und ein Feuerwehrmann wählten auch diesen Weg um im Bus eine erste Lage zu analysieren. Dann wurde das Heckfenster des Busses eingeschlagen, um die Verletzten aus dem Bus zu transportieren.

Insgesamt sind an diesem Tag 250 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz, auch die Feuerwehr der Bundeswehr mit 8 Mann Besatzung,  Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Brück, Borkheide, Damsdorf und Kloster Lehnin, die DLRG Teltow, Rettungskräfte der Techniksanitätseinheit Werder, Notfallseelsorger, die schnelle Einsatzeinheit Betreuung des Landkreises und zahlreiche Beobachter.

Ziel der Übung: Das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten verschiedener Institutionen zu trainieren, eventuelle Fehlerquellen aufzudecken, um diese im Ernstfall auszuschließen.

Getestet wurde auch der Einsatz des mobilen Behandlungsplatzes 25, der im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Beelitz-Heilstätten stationiert ist und in drei Zelten Platz für die Versorgung von Verletzten sortiert nach Schweregraden bietet.

Eine erste Einschätzung des Kreisbrandmeisters Jens Heinze erfolgte nach Abschluss der Übung gegen 13:30 Uhr. „Insgesamt haben die alle Kräfte eine tolle Arbeit geleistet“, so Heinze. „Schwachstellen gab es in der Kommunikation und beim Abtransport der Verletzten.“ Dies werde in einer umfangreichen Auswertung Ende Oktober alles zur Sprache kommen und entsprechend kommuniziert.

Übungen dieses Ausmaßes werden ca. alle drei Jahre vom Landkreis organisiert. Die vorangegangene fand auf der Havel bei  Werder statt. Hier wurde eine Schiffskollision mit Rettung auf dem Wasser simuliert.  

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