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Ende der Asyl-Unterkünfte in Brück

Quelle: K. Piske/Brück hilft

Am 3. August zogen die letzten geflüchteten Familien aus der Gemeinschaftsunterkunft im Gewerbegebiet Brück-Linthe aus. Sie leben inzwischen in anderen Gemeinschaftsunterkünften im Landkreis. „Der Mietvertrag für die Gebäude endet im Dezember und wir konnten bessere Unterkünfte im Landkreis für die Bewohnerinnen und Bewohner finden“, erklärt Landrat Wolfgang Blasig.

Zum Abschluss von vier intensiven Jahren bedankte sich der Landkreis am 5. September im Mehrgenerationenhaus Brück bei den engagierten Bürgerinnen und Bürgern und dem Amt Brück. Fachbereichsleiter Soziales Bernd Schade: „Es ist erfreulich, dass in einer Stadt mit 4000 Einwohnern die Anwesenheit von 600 Geflüchteten so ruhig verlaufen ist.“

Amtsdirektor Marko Köhler resümierte: „Nichts von all den Schreckensszenarien, die im Sommer 2015 laut wurden, ist eingetreten!“

Zu verdanken ist das auch den vielen Engagierten von „Brück hilft“. Allein 18 von ihnen gaben Deutsch-Unterricht. Schnell entwickelten sich daraus Freundschaften und Patenschaften, die bis nach Brandenburg/H. und Berlin reichen. Dies und die Fahrdienste, gemeinsamen Feste, Ausflüge in die Region, Spielenachmittage mit den Kindern führten dazu, dass sich die Geflüchteten willkommen fühlten. „Durch „Brück hilft" war ein Gegenpol zu den ablehnenden Haltungen vor Ort entstanden, die Positionierung vieler Engagierter war ganz wesentlich für die relative Ruhe in der Region trotz der hohen Anzahl an Flüchtlingen“, meint Kathrin Piske von „Brück hilft“. Das wurde 2016 mit dem Landesintegrationspreis belohnt.

Die Integrationsbeauftragte des Landkreises Theresa Pauli findet: „Die Wohnbedingungen waren für die Menschen nicht optimal, doch die gute schulische Integration und das riesige Engagement in der Stadt erwiesen sich als Segen für sie.“

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