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Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch – Landkreis hat das Thema im Blick

Bache mit Frischlingen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist weiter auf dem Vormarsch. Im Januar 2019 gab es zuletzt in Belgien zwei weitere ASP-Fälle beim Schwarzwild nahe der französischen Grenze und außerhalb der bisherigen Pufferzone. Auch in Polen flammt die Afrikanische Schweinepest wieder auf. Allein im Dezember wurden mehr als 100 neue ASP-Fälle bei Wildschweinen nachgewiesen.

Unter der Regie des Fachdienstes Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung bereitet sich der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit Unterstützung der Verwaltungsleitung, der Unteren Jagdbehörde und Vertretern des Katastrophenschutzes auf einen Ausbruch vor.

Innerhalb der Wildschweinpopulation breitet sich das Virus nur langsam mit etwa 20-70 km pro Jahr aus.  Da das Virus jedoch auch über Speisereste, Trophäen und Felle übertragbar ist, ist das Risiko der Einschleppung sehr hoch. Insbesondere im Güter- und Fernverkehr könnte das Virus so täglich bis zu 1000 km zurücklegen.

Die Übertragung kann so an Raststätten oder Parkplätzen mit schlecht gesicherten Abfalltonnen in die Wildschweinpopulation erfolgen.

Hausschweinbestände sind besonders durch das illegale Verfüttern von Speiseresten gefährdet. Aber auch der Kontakt zu Wildschweinen, virushaltige Futtermittel sowie kontaminiertes Tierpflegepersonal und Fahrzeuge könnten für die Infizierung von Schweinen in Frage kommen.

Hauptüberträger der Afrikanischen Schweinepest ist somit auch der Mensch!
Kontrolleure des Landkreises überprüfen deshalb seit einiger Zeit die Einhaltung des Verfütterungsverbotes von Speiseresten, die hygienischen Anforderungen in Schweinehaltungen und die Müllentsorgung auf Raststätten.

Denn auch wenn die Afrikanische Schweinepest für den Menschen nicht gefährlich ist, ein Ausbruch in Hausschweinbeständen wäre für Tierhalter und deren Tiere verhängnisvoll. Die daraus resultierenden Exportbeschränkungen hätten für Deutschland als Schweinefleischexportland verheerende marktwirtschaftliche Folgen.

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