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DANKE-Veranstaltung in Klaistow - Einsatzkräfte gewürdigt

Landrat Blasig überreicht symbolisch jeweils eine Urkunde an die Feuerwehren Treuenbrietzen und Beelitz
Landrat Blasig überreicht symbolisch jeweils eine Urkunde an die Feuerwehren Treuenbrietzen und Beelitz

Spargelhof Klaistow war im Juli Standort der Einsatzleitung

„Größte Helden des Sommers“: Woidke stolz auf Leistungen der Feuerwehren und Hilfsorganisationen

Bei einer Dankeschön-Veranstaltung des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Erlebnishof Klaistow am 26. September 2018 für Abordnungen der Feuerwehren und Hilfsorganisationen, des THW, der Polizei und der Bundeswehr sowie aller anderen Helferinnen und Helfer, die bei den Waldbränden des Sommers im Einsatz waren, dankte nicht nur Landrat Blasig allen für ihren selbstlosen Einsatz - es waren auch Ministerpräsident Dietmar Woidke und Innenminister Karl-Heinz Schröter zu Gast.
Der Ministerpräsident bekräftigte den Dank der Landesregierung für den Einsatz bei den diesjährigen Großbränden. Woidke lobte in Klaistow zugleich die große Solidarität, die Anwohner während der Großeinsätze zeigten.

Landrat Wolfgang Blasig begrüßte alle anwesenden Gäste und schilderte noch einmal die Gefahren der beiden Großbrände in Potsdam-Mittelmark und die Leistungen der Feuerwehrleute sowie aller weiteren Einsatzkräfte und Helfer, die mannigfaltig an beiden Einsätzen beteiligt waren.
Er betonte, dass aufgrund des besonnenen und unermüdlichen Einsatzes niemand ernsthaft verletzt wurde und Schaden von Leib und Leben insbesondere der betroffenen und zeitweise evakuierten Dörfer abgewendet werden konnte.  

Auch der Ministerpräsident und der Innenminister des Landes Brandenburg ergriffen das Wort:
Woidke: „Die Einsatzkräfte waren in diesem Sommer unsere größten Helden. Sie gingen für uns durchs Feuer. Sie haben für uns ihr Leben riskiert und nicht mit der Wimper gezuckt, als sie am zweiten, dritten oder vierten Tag wieder zum Einsatz gerufen wurden. Sie haben alles gegeben, bis zur totalen Erschöpfung.“

Das Engagement der vielen Hundert Helfer und Einsatzkräfte sei für ihn keinesfalls selbstverständlich, betonte Woidke und fügte hinzu: „Wir gehen jetzt auch nicht einfach wieder zur Tagesordnung über, sondern wir werten das Geschehene aus und ziehen unsere Schlüsse. Ich sehe es als meinen Auftrag an, die Arbeit aller Einsatzkräfte in unserem Land bestmöglich zu unterstützen.“

Die Situation der Feuerwehren solle weiter verbessert werden. Es gehe dabei ebenso um die Nachwuchsgewinnung oder die Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt wie um die Telekommunikation oder die Munitionsbelastung. 

Woidke: „Wir werden an der Lösung dieser Probleme arbeiten. Wir verbessern die Ausstattung und die Ausbildung. Wir bauen die Waldbrandprävention aus und berücksichtigen das auch bei der Wiederaufforstung und was mir besonders wichtig ist: wir setzen ein deutliches Zeichen der Anerkennung.“

Der Ministerpräsident fügte hinzu: „Es hat mich glücklich gemacht, wie solidarisch viele Brandenburger mit ihren Einsatzkräften waren. Ganz gewiss hat dieser extreme Sommer viel Schaden angerichtet, aber er hat auch viele Menschen wieder sehr nah zusammengebracht. Das sollten wir uns unbedingt bewahren.“

Bei den Bränden des Dürre-Sommers waren nicht nur der jeweilige Ort, sondern immer auch die gesamte Region und das ganze Land Brandenburg betroffen: „Ich kenne niemanden, der in diesen Tagen, nicht mit gefiebert hat mit den besorgten Anwohnern und mit den vielen mutigen Menschen, die sich dem Feuer entgegengestellt haben“, so Woidke. 

Brandenburg ist als waldreiches Land mit trockenen Böden zwar „Kummer gewohnt“. Dieser Sommer habe jedoch mit fast täglichen Einsätzen eine völlig neue Dimension erreicht und alle Beteiligten fast an ihre Grenzen gebracht.

Eine große Überraschung war die am Ort den Betreibern des Spargelhofes Klaistow verliehene Auszeichnung "Partner der Feuerwehr", die Innenminister Schröter und der Präsident des Landesfeuerwehrverbands Brandenburg, Werner-Siegwart Schippel, übergaben. Die Familie Winkelmann engagiert sich seit Jahren für die Feuerwehren und hat - gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Jürgen Falkenthal - auch beim ersten Großbrand in Fichtenwalde großes Engagement als Standort der Einsatzleitung und bei der Verpflegung der Einsatzkräfte gezeigt.

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