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Großbrand bei Treuenbrietzen gelöscht

Großbrand
Großbrand gelöscht

Amt Donnerstag (23.08.) ist an der Kreisgrenze zu Teltow Fläming ein großer Waldbrand bei Treuenbrietzen auf ca. 350 Hektar ausgebrochen. Die Orte Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunnen mussten evakuiert werden, es waren ca. 540 Menschen davon betroffen.

Die Frohnsdofer konnten bereits am Freitag Mittag in ihre Häuser zurück. Die beiden anderen Ortschaften mussten sich bis Samstag Abend gedulden, ehe sie wieder nach Hause konnten.
Während des Waldbrandes waren täglich 600 Einsatzkräfte vor Ort. Sie kamen aus Potsdam-Mittelmark, allen Landkreisen Brandenburgs, aus den Städten Brandenburg an der Havel, Potsdam und Berlin und Sachsen Anhalt. Zusätzlich waren sogar Feuerwehrleute aus der Partnerstadt Treuenbrietzens eingesetzt!

Insgesamt waren mehr als 3000 Einsatzkräfte abwechselnd seit Donnerstag Abend mit der Bekämpfung des Waldbrandes beschäftigt. Weiterhin kamen 2 Löschhubschrauber von der Bundeswehr und der Bundespolizei zum Einsatz, 2 Wasserwerfer der Polizei und private Löschpanzer. Zusätzlich wurde am späten Samstagabend ein Panzer vom Typ Dachs der Bundeswehr zum Einsatz gebracht, der große Schneisen in den Wald getrieben und den Waldboden bis auf die Sandschicht weggeschoben hat, um eine natürliche Sperre zu erzeugen.
Der Munitionsbergungsdienst hat am Samstag gegen 15:00 Uhr gefundene Munition vor Ort gesprengt und auch bis Sonntagabend weitere Wege, auf denen sich die Einsatzkräfte bewegen sollen, abgesucht.

Die Einsatzkräfte wurden zuerst aus Klausdorf abgezogen. Der Abschnitt 1 der Waldbrandfläche konnte bereits an die Forst übergeben werden. Das THW wird bei der Brandwache unterstützen.  Am Dienstag um 18:00 Uhr erfolgt die Übergabe des Waldbrandgebietes an die Stadt Treuenbrietzen und deren Feuerwehr.

Insgesamt wurden bei dem Großeinsatz 6 Feuerwehrleute und 2 Einsatzkräfte des THW's leicht verletzt.
3 der Kameraden mussten kurzzeitig ins Krankenhaus, haben dieses aber bereits nach wenigen Stunden wieder verlassen können.

Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke als auch Innenminister Schröter waren mehrmals vor Ort. Sie machten sich von der Lage ein Bild und kamen auch mit evakuierten Bürgerinnen und Bürgern in Treuenbrietzen und vielen Einsatzkräften ins Gespräch.

Aktuell arbeitet das Landeskriminalamt an der polizeilichen Einsatzlage zum Großbrand. 

Straßensperrungen konnten bis Mittwoch aufgehoben werden. Der Regionalbahnverkehr der RE 33 setzte bereits am Montag früh wieder ein.

Beispielgebend war und ist die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Aus allen Landesteilen kam Hilfe an. So konnte das im Treuenbrietzener Krankenhaus bestellte Abendessen für die Einsatzkräfte am Samstag abbestellt werden, weil mehr als 500 Essensportionen gespendet wurden. 

Hilfsangebote bitte direkt an die Stadt Treuenbrietzen unter der Telefonnummer 033748 7475 0 melden. 

Vor dem Betreten der Brandflächen wird ausdrücklich gewarnt, da sich immer noch Altmunition und eventuell Glutnester in den Wäldern befinden. Auch die verbrannten Bäume und deren geschädigte Wurzeln können dazu führen, dass die Bäume ohne Vorwarnung umfallen. 

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