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Kreis verzichtet auf Unterbringung im ehemaligen nh-Hotel

Sicherheit geht vor - ehemaliges „nh“-Hotel kann nicht bezogen werden

Anfang August bietet der Landkreis eine Alternative zur Unterbringung an

Seit Ende Februar sind knapp 3.000 Menschen aus der Ukraine vor dem Krieg in unseren Landkreis geflüchtet. Mit großem Engagement haben Bürgerinnen und Bürger die Mehrzahl der Geflüchteten vorübergehend in ihrem privaten Haushalt aufgenommen.

Landrat Marko Köhler betont: "Ein funktionierendes Gemeinwesen ist ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich. Es ist großartig, dass Menschen soziale Verantwortung und Aufgaben für die Gemeinschaft übernehmen. Ich danke allen Mittelmärkerinnen und Mittelmärkern von ganzem Herzen und mit hoher Wertschätzung für ihren Einsatz und die geleistete Unterstützung. Die Bewältigung der Flüchtlingssituation durch den Ukrainekrieg hat erneut und eindrucksvoll die große Hilfsbereitschaft im Landkreis gezeigt."

Seit Beginn des Krieges hat die Kreisverwaltung intensiv nach Unterkünften für die sichere, menschenwürdige und längerfristige Unterbringung der ukrainischen Flüchtlinge gesucht. "Das Angebot, das ehemalige nh-Hotel in Kleinmachnow befristet bis zum Ende des Jahres nutzen zu können, schien trotz bekannter gravierender Mängel an der Heizungsanlage kurzfristig die beste und schnellste Alternative und führte umgehend zu einer intensiven Prüfung durch den Landkreis. Dies war für mich im Raum Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf auch von besonderer Bedeutung, da hier der größte Zugang an ukrainischen Geflüchteten zu verzeichnen war und viele Kinder inzwischen bereits in die Kita oder zur Schule gehen" so Landrat Köhler.

Die Arbeiten zur Herrichtung wurden kurzfristig begonnen. Jedoch traten weitere vorhandene Mängel am Gebäude zu Tage: Insbesondere offene technische Unzulänglichkeiten an den RWA-Anlagen (Rauch-/Wärmeabzug) sowie der Brandmeldeanlage stehen einer kurzfristigen Nutzungsfreigabe des früheren "nh"-Hotels noch immer entgegen.

Landrat Marko Köhler: "Die Sicherheit bei der Unterbringung geflüchteter Menschen genießt höchste Priorität, bei der wir keine Abstriche machen". Bei den genannten Bauteilen handelt es sich um prüfpflichtige Anlagen gemäß Brandenburgische Sicherheitstechnische Gebäudeausrüstungs-Prüfverordnung. Eine fachgerechte Instandsetzung durch Fachfirmen ist auch aufgrund der Sommerferien zeitlich nicht abzusehen. Die Beseitigung der Mängel nimmt einen so großen Zeitaufwand in Anspruch, dass eine sinnvolle Restnutzungsdauer des Hauses als Unterkunft als gefährdet angesehen werden muss.

Der Landkreis sieht wegen der gravierenden Mängel von der beabsichtigten Nutzung des Gebäudes ab. Für die betroffenen Menschen in der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf, die eine neue Unterkunft benötigen, wird die Kreisverwaltung kurzfristig ab Anfang August eine Alternative anbieten. Der Landkreis wird dazu die bereits registrierten Geflüchteten aktiv informieren und das Angebot darstellen.

Hinsichtlich einer möglichen weiteren Nutzung des "Willkommensladens" läuft die Prüfung für die angestrebte Weiternutzung durch den Landkreis.


 

Mehr Informationen zur Unterbringung hier

 

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