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Pflegeberatung jetzt auch in Bad Belzig

v.r.: Schade, Teubner, Billep, Behnisch, Semmler-Koch, Rhein

Ab dem 13.06.2022 wird im regionalen Beratungszentrum des Landkreises am Standort Bad Belzig regelmäßig eine weitere Außensprechstunde angeboten. Diese wöchentliche Sprechstunde findet jeden Montag von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr statt. Während dieser Zeit können die Bürger:innen mit ihren Fragen das neue Beratungsangebot in Anspruch nehmen.

Der Pflegestützpunkt Potsdam-Mittelmark stellt das kreisbezogene Kompetenzzentrum zum Thema Pflege im Alter dar, in dem individuelle Bedarfe von Hilfe und Rat suchenden Menschen in Bezug auf Pflegeleistungen ermittelt und aufeinander abgestimmte Pflege-, Versorgungs- und Betreuungsangebote im wohnortnahen Bereich ausgewählt werden. Das gemeinsame Beratungsangebot der beauftragten Pflegekassen und des Landkreises Potsdam-Mittelmark erfolgt unbürokratisch, umfassend, trägerübergreifend, individuell und kostenlos.

Der Landkreis betreibt in gemeinsamer Trägerschaft und enger Zusammenarbeit mit der AOK Nordost und der Arbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte der Ersatzkassen GbR (ARGE PSP) bereits seit 2009 am Standort in Werder (Havel) den Pflegestützpunkt Potsdam-Mittelmark. Zudem werden an den Standorten Beelitz und Teltow jeweils Sprechstunden durchgeführt.

Der Ausbau der Pflegeberatung - insbesondere in den Pflegestützpunkten - ist ein wichtiger Bestandteil des Paktes für Pflege im Land Brandenburg und wird durch das Land finanziell gefördert.

Bernd Schade, Fachbereichsleiter Soziales der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark:

"Der Pflegestützpunkt Potsdam-Mittelmark hat sich im Laufe der Jahre zu einem zuverlässigen und bürgernahen Kompetenzzentrum für alle Fragen der Gestaltung von Pflege im Alter entwickelt. Die Eröffnung einer weiteren Außensprechstunde des Pflegestützpunktes in Bad Belzig ist ein weiterer Schritt, die Beratungsstrukturen in einen Flächenlandkreis wie Potsdam-Mittelmark zu stärken. Das zukünftige Beratungsangebot ermöglicht nun auch Ratsuchenden aus Bad Belzig und den umliegenden Orten, den Pflegestützpunkt ohne weite Fahrtwege aufzusuchen. Das regionale Beratungszentrum befindet sich im Bahnhofsgebäude in Bad Belzig und ist sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen."

Chris Behrens, Leiter AOK Pflegeberatung und Pflegestützpunkte bei der AOK Nordost:

"Mit dem neuen Standort in Bad Belzig wollen wir das gute Beratungsangebot der Pflege- und Sozialberatung im Landkreis weiter stärken. Für die Einwohner:innen von Bad Belzig und Umgebung entsteht somit vor Ort ein Anlaufpunkt, wo Sie sich bei Fragen zum Thema Pflege jederzeit vertrauensvoll hinwenden können. Die kostenfreie persönliche Beratung erfolgt durch die gut ausgebildeten Sozial- und Pflegeberaterinnen, die sich in der Region auskennen und daher optimal unterstützen. Das Ziel vom Land Brandenburg die Pflegeberatung vor Ort zu stärken, unterstützen wir als AOK Nordost daher auch weiterhin sehr gerne." 

Angelika Pfab, Arbeitsgemeinschaft Pflegestützpunkte der Ersatzkassen GbR:

"Wir freuen uns mit dem neuen Standort in Bad Belzig, den Ausbau der Pflegestützpunkte in Brandenburg im Rahmen des Paktes für Pflege zu unterstützen. Den Bürger:innen steht nun eine weitere eine neutrale und kostenfreie Pflegeberatung wohnortnah zur Verfügung."

 

Zum Hintergrund:

Die Anzahl der Pflegebedürftigen nimmt rasant zu. Waren es 2019 im Landkreis Potsdam-Mittelmark noch 8.590, ist laut Prognosen eine Zunahme der Anzahl an Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 2 bis 5 auf gut 10.800 im Jahr 2030 zu erwarten, was einem relativen Wachstum von 26 Prozent entspricht.

Ebenso wird der Beratungsbedarf entsprechend zunehmen. Knapp drei Viertel der pflegebedürftigen Personen im Land Brandenburg werden zu Hause betreut - entweder ausschließlich durch Angehörige oder mit Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes. Besonders die pflegenden Angehörigen, die oft an der Grenze ihrer Belastungsfähigkeit sind, brauchen kompetente und unabhängige Beratungs- und Hilfsangebote zu vielen offenen Fragen. Das fängt bei den notwendigen Anträgen an, geht über das Feststellen der finanziellen Möglichkeiten bis hin zur notwendigen Wohnraum­anpassung. Die Pflege- und Sozialberaterinnen des Pflegestützpunktes klären mit viel Einfühlungsvermögen die persönliche Situation, erarbeiten ein individuell passendes Unterstützungspaket und informieren zu den ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten.

Die Kranken- und Pflegekassen stellen im Pflegestützpunkt sicher, dass Versicherte eine unabhängige und wettbewerbsneutrale Pflegeberatung nach § 7a SGB XI n Anspruch nehmen können. Die Pflegeberatung tritt mit der Fachexpertise zu Hilfen aus den Bereichen des SGB V und des SGB XI auf. Sie berät zu den entsprechenden Leistungsvoraussetzungen und Kostenübernahmen.

Zum anderen ist der Landkreis als Sozialhilfeträger für die Sozialberatung verantwortlich. Die Sozialberatung wird vordergründig in begrenzten wirtschaftlichen Bedarfslagen aufgesucht. Beratungen, Wegweisungen und Vermittlungen in allen Fragen zu sozialen und wirtschaftlichen Hilfen für ältere, pflegebedürftige, von Pflegebedürftigkeit bedrohte und behinderte Bürger*innen können im Rahmen der Sozialberatung in Anspruch genommen werden.

 

Kontakt: Herr Billep, Tel. 033841 91 386, Fachdienst Soziales und Wohnen, Teamleiter Pflege- und Betreuungsmanagement

Mehr Informationen: www.pflegestuetzpunkte-brandenburg.de und www.potsdam-mittelmark.de

Foto unten: Die Beraterinnen Kristin Hagen, Christiana Kaminski und Almuth von Fallois sind montags im Fläming-Bahnhof

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