Information zu Pararauschbrand bei Damwild
In letzter Zeit wurde im Raum Reppinichen sowie angrenzend in Sachsen-Anhalt vermehrt verendetes Damwild aufgefunden.
Die sofortige Untersuchung einiger Tiere im Landeslabor Berlin-Brandenburg ergab eine Infektion mit dem Erreger des Pararauschbrandes (Clostridium septicum). Der Erreger ist überall in der Umwelt vorhanden. Die Infektionen können durch Verletzungen der äußeren Haut oder durch Aufnahme über den Magen-Darmtrakt entstehen. Die Infektionsstelle ist dann ödemartig bis puffig geschwollen. Die Tiere verenden unter hohem Fieber. Die Erkrankung ist auch bei Muffelwild sowie Schafen und Ziegen bekannt.
Diese Erkrankung ist weder anzeige- noch meldepflichtig.
Was ist in diesem Fall zu tun?
Die Jagdausübungsberechtigten sind angehalten, bei Reviergängen auf verendetes Wild zu achten. Dieses sollte nach dem Fund schnellstmöglich durch Eingraben, mindestens 50 cm Erde über dem Kadaver und fuchssicher beseitigt werden. Größere Mengen sind kostenpflichtig über die Tierköperbeseitigungseinrichtung zu entsorgen. Eine Meldung über die Funde von Damwild mit besagtem Krankheitsbild ist im Rahmen der Fallwildmeldung an die untere Jagdbehörde zu geben
(Tel: 03381/ 533 324 oder 533 124)
Weiterhin sind dem Wild in diesen Gebieten Ausweichtränkstellen mit frischem Wasser anzubieten, welche dann auch regelmäßig nachgefüllt werden sollten.