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Ausstellung „Gotteshäuser“ eröffnet - Fotoreportagen der Medienschule Babelsberg

Ausschnitt Ausstellungsplakat

Ausstellung "GottesHäuser" am 10. Mai 2017 eröffnet!

Fotoreportagen der Schülerinnen und Schüler der 'medienschule babelsberg'

Die Ausstellungseröffnung stellte in diesem Jahr einen neuen Rekord auf: gut 75 Besucher kamen in das Archäologische Landesmuseum ins Paulikloster nach Brandenburg an der Havel, um die Ergebnisse des Schulprojektes "denkmal aktiv" zu bestaunen.

Hausherr Prof. Dr. Franz Schopper begrüßte die zahlreichen Gäste. Der Schulleiter der medienschule babelsberg, Dirk Randolff, und Lehrer Thomas Hammer würdigten das große Engagement der Schülerinnen und Schüler und die zahlreichen gelungenen Fotoreportagen - aus den ca. 60 eingereichten Arbeiten konnten nur 12 ausgewählt und im Archäologischen Landesmuseum ausgestellt werden, die Auswahl fiel schwer! Beide betonten, dass so ein "außerschulischer Lernort" eine große Bereicherung des Schulalltags (auch für die Lehrer) ist - und nach fünf Jahren bereits einen festen Punkt im Schulcurriculum habe.

Landeskonservator Dr. Thomas Drachenberg leitete zu den einzelnen Präsentationen über: "Bevor ihr hier eure Geschichten erzählt, will ich sagen, warum wir von der Denkmalpflege so froh sind, dass ihr dies hier tut: Ihr habt einen neuen und frischen Blick auf die alten Kirchen und Klöster!".

Gebaute Geschichte zu erleben und ihren Wert zu erkennen ist das zentrale Anliegen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Rahmen dieser Schülerprojekte. Und das hat wieder einmal wunderbar funktioniert! Die Schülerinnen und Schüler haben selbst ihre Projekte ausgewählt, recherchiert und Kontakt zu den Pfarrern, Gemeindekirchenräten oder Vereinen aufgenommen.

Dass sogar zwei Kirchen aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark in der Ausstellung gezeigt werden, freute Christian Stein, den Vize-Landrat des Landkreises Potsdam-Mittelmark, besonders: Nancy Ladwig erklärte mit einem Schmunzeln: "Wir haben die Messdunker Kirche 'Graffiti-Kirche' genannt, weil sich überall im Kirchenraum Schriftzüge finden" - die ältesten reichen bis in die ersten Jahre der 1867 errichteten Kirche zurück. "Sie wurden nie übertüncht", fügte Nancy begeistert hinzu - und dieser Ursprungszustand hat tatsächlich Seltenheitswert. Als Baudenkmal wurde die Messdunker Kirche, unweit von Reckahn, erst 2016 in die Denkmalliste eingetragen. Sie wird nicht mehr kirchlich genutzt, der Verein "JUSTkultur e.V." hat das Gebäude für Veranstaltungen gepachtet: nun finden in dem einzigartigen Raum Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen statt (http://messdunk.justkultur.de/).

Frederic Haupt hat die Kirche in Göhlsdorf (bei Lehnin) portraitiert: "Ich hatte einen persönlichen Kontakt zum Pfarrer Danner, so entschied ich mich für diese Kirche", begann er und fügte begeistert hinzu: "Dass der Turm noch aus dem Mittelalter ist, wusste ich vorher nicht!". Die Vorbereitungen für die Sanierung der Kirche laufen auf Hochtouren - wenn die Fördermittelzusage kommt, soll der Baubeginn noch in diesem Herbst sein.

Weitere zehn Gotteshäuser wurden vor den Augen der Gäste zu persönlichen Erlebnisorten.

Zum Abschluss spannte ein Film zur Geschichte von St. Nikolai in Berlin den Bogen von den Ursprüngen bis in die jüngste politische Vergangenheit der Hauptstadt. Dieser Film enstand im Rahmen einer Projektwoche an der medienschule babelsberg.

Bereits zum 5. Mal wurde die medienschule babelsberg von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Rahmen des Schulprogramms "denkmal aktiv" unterstützt, fachliche Partner sind das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum sowie die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark.

Für die angehenden Gestaltungstechnischen AssistentInnen ist es eine einzigartige Referenz, schon während ihrer Ausbildung Teil einer Ausstellung im Landesmuseum zu sein. Die Arbeiten werden Ende des Jahres zusammen mit denen des Vorjahres (Thema: "Suburban Tales - Geschichten aus der Vorstadt") als Publikation des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege erscheinen.

Die Ausstellung "GottesHäuser" ist bis zum 2. Juli 2017 im oberen Kreuzgang des Pauliklosters zu sehen.

Kontakt: Jorinde Bugenhagen jorinde.bugenhagen@remove-this.potsdam-mittelmark.de

(Fotos: Jorinde Bugenhagen)

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